Geldwäscherisiko Immobilien – Anhaltspunkte für Geldwäsche bei Immobilientransaktionen

Die Regierung von Niederbayern hat in für Immobilienmakler Anhaltspunkte für Geldwäsche bei Immobilientransaktionen zusammengefasst. Im folgenden S&P Informationsblog Geldwäscherisiko Immobilien haben wir für Immobilienmakler die 16 wichtigsten Anhaltspunkte zusammengefasst.

 

Geldwäscherisiko Immobilien

 

Geldwäscherisiko Immobilien – Anhaltspunkte für Geldwäsche bei Immobilientransaktionen

  1. Käufer legt bei Vertragsabschluss Kaufpreis bzw. Teilbeträge davon in bar vor
  2. Kauf einer großen (teuren) Immobilie ohne Finanzierung
  3. Überweisung großer Geldbeträge in oder aus Problemländern (z. B. Rauschgiftproduktionsländer) für Immobilientransaktionen
  4. Überweisungen, die unter Berücksichtigung des wirtschaftlichen Hintergrunds des Kunden, bezogen auf die Höhe seines Einkommens, seine wirtschaftlichen Aktivitäten etc., das übliche Maß überschreiten

 

Geldwäscherisiko Immobilien

  1. Auslandstransfers mit Bezug zu unbekannten oder ‚exotischen‘ Banken (z. B.Offshore-Bankenplätze) oder über abgelegene Filialen von international tätigen Instituten
  2. Stellung von Sicherheiten (z. B. Bürgschaften) durch unbekannte Dritte, welche in keiner erkennbaren Beziehung zum Kunden stehen
  3. Kunde verweigert weitergehende Auskünfte zur Herkunft der Mittel, die zum Kauf einer Immobilie eingesetzt werden sollen
  4. Kunde nimmt Kredit auf, der den Wert der zu erwerbenden Immobilie signifikant übersteigt
  5. Nicht nachvollziehbare, frühzeitige Kreditrückführung bzw. hohe außerplanmäßige Tilgung ohne plausiblen Grund bzw. mit Mitteln ungeklärter Herkunft
  6. Käufer erwirbt Immobilie im Namen eines Dritten, wie z. B. eines Geschäftspartners, eines Verwandten (nicht Ehepartner) oder für minderjährige oder geschäftsunfähige

 

Geldwäscherisiko Immobilien – Anhaltspunkte für Geldwäsche – Das sollten Sie als Immobilienmakler beachten

  1. Personen bzw. für Personen, bei denen die finanzielle Ausstattung für eine solche Transaktion nicht gegeben ist
  2. Immobilie wechselt in kurzer zeitlicher Abfolge mehrfach den Eigentümer (jedes Mal zu einem höheren Preis)
  3. Käufer zeigt kein besonderes Interesse an den Eigenschaften einer Immobilie (kauft z. B. ohne Besichtigung) und ist auch nicht an den Kosten, die mit der
  4. Durchführung des Geschäftes verbunden sind, interessiert Erwerb von (Wohn-)Immobilien in Deutschland, obwohl hier kein Aufenthalt geplant oder feststellbar ist
  5. Vertragsauflösungswunsch nach ungewöhnlich kurzer Zeit (ohne ersichtlichen Grund)
  6.  Abwicklung von Immobilientransaktionen über Hausverwaltungsgesellschaften (Facility Manager)

 

Geldwäscherisiko Immobilien – Aktuelle Geldwäscherisiken im Immobiliensektor – aktuelle Einschätzung der deutschen Bundesregierung

In der Drucksache 19/2449 vom 04.06.2018 wurde im Deutschen Bundestag die Thematik Geldwäsche im Immobiliensektor näher diskutiert. Im S&P Informationsblog Geldwäscherisiko Immobiliensektor erhalten Sie folgende News:

  • Besondere Anfälligkeit der Immobilienbranche für Geldwäsche
  • Geldwäsche-Beauftragte sind im Immobiliensektor eine Seltenheit
  • Geldwäsche im Nicht-Finanzsektor wird auf bis zu 28.000 Verdachtsfälle pro Jahr geschätzt
  • Geldumsatz bewegt sich im Immobiliensektor bei 238 Mrd. €
  • Wichtige Aussagen der Bundesregierung zu Geldwäsche im Immobiliensektor
  • Bei ca. 40 Prozent der im Immobiliensektor aktiven Geldwäsche-Gruppierungen  handelt es sich um russisch-eurasische oder italienische Strukturen.
  • Mitglieder der `Ndrangheta tätigen Investitionen insbesondere im Gastronomiebereich, in der Hotellerie und in verschiedenen Handelsbranchen in Deutschland
  • Im Jahr 2016 wurden in 147 OK-Ermittlungsverfahren Vermögenswerte in Höhe von annähernd 61 Mio. Euro durch den Staat vorläufig gesichert.
  • Aufbau einer Geldwäscheaufsicht für Nicht-Finanzunternehmen – Personelle Ausstattung ist noch lückenhaft.

 

Geldwäscheprävention für Immobilienmakler

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